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Bring your own Device - verhindern, dulden oder aktiv steuern? - Teil 4

Bring your own Device - verhindern, dulden oder aktiv steuern? - Teil 4

Die in den vorherigen Blogeinträgen dargestellten Verknüpfungen zu den Forschungshypothesen sollen hier noch einmal zusammengefasst werden.

Die erste Hypothese, welche besagt, dass Bring your own Device mittelständischen Unternehmen in Deutschland keinerlei quantifizierbaren Nutzen bringt, bestätigt sich. Dies wird deutlich im der Auswertung des letzten Teils des Fragebogens, in welchem nach verschiedenen Nutzen gefragt wird. Hier spiegelt sich dar, dass ein finanzieller Nutzen kaum oder gar nicht vorhanden ist. Allerdings hat dieser bei den befragten Unternehmen auch nur einen geringen Stellwert, wichtiger ist den Unternehmen die nur schwierig messbare Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterproduktivität. Dennoch ist dies auch ein wichtiger Vorteil für IT Consumerization, denn wenn Mitarbeiter zufrieden sind, wirkt sich dies meist auch auf die Arbeitsqualität aus. Allerdings kann die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität auch weitere Gründe haben, die unter Umständen zur gleichen Zeit eingetreten sind, wie die Einführung von Bring your own Device. Daher ist sie nicht quantifizierbar.

Bei der Einführung von ByoD sind in Deutschland eine Menge rechtliche und sicherheitstechnische Bedingungen zu beachten. Auch diese schmälern den quantifizierbaren Nutzen von IT Consumerization. Da mehr als der Hälfte der Teilnehmer Informationssicherheitstechnische und rechtliche Schwierigkeiten auftraten wird bestätig, dass die IT Strategie ByoD aufgrund der rechtlichen Bedingungen an die Informationssicherheit keinen wirtschaftlichen Nutzen bringt.

Daher sollte die Entscheidung zur Einführung von Bring your own Device gut überlegt und geplant werden, damit keine unterwarteten Schwierigkeiten auf das Unternehmen zukommen. Dies setzt voraus, dass sich ein Unternehmen weitestgehend mit den rechtlichen Bedingungen auskennt, sowie Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet, damit kein unerwünschter Zugriff auf Unternehmens- und Privatdaten erfolgen kann.

Wie bereits erwähnt, ist die Mitarbeiterzufriedenheit ein wichtiger Faktor für den Einsatz von ByoD, daher habe ich untersucht, inwiefern Digital Natives bei der Unternehmenswahl darauf achten, ob ByoD angeboten wird. Ergebnis der empirischen Untersuchung war, dass jüngere Mitarbeiter ByoD zwar eher annehmen, als ihre älteren Kollegen, jedoch würden die wenigsten ein Unternehmen aus diesem Grund bei der Arbeitsplatzwahl vorziehen. Dies widerlegt die Hypothese. Auch sehen die Mitarbeiter aller Altersgruppen gleichermaßen eine Gefahr in der Vermischung von Berufs- und Privatleben. Dennoch wird IT Consumerization akzeptiert und angenommen. 

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