Blog von Markus Groß

In meinem Blog auf markusgross.de beschäftige ich mich sowohl mit dem aktuellen Businessthema Bring Your Own Device als auch mit meinem noch recht jungen sportlichen Hobby, dem Triathlon.
Mai
24

swim faster - erstes Freiwassertraining

Einen Neo für das Freiwassertraining hatte ich schon eine ganze Zeit lang im Schrank liegen. Da ich ja eigentlich schon letztes Jahr starten wollte, hatte ich mir ein solch notwendiges Utensil schon sehr früh besorgt. Da es ja nichts mit einem Start in 2015 geworden ist, konnte ich die Schwimmhilfe bisher auch noch nicht einweihen. Ich muss gestehen, dass ich schon etwas Sorge hatte ein nicht so wirklich geeignetes Modell gewählt zu haben. Natürlich habe ich dies nicht wie empfohlen nach einem Testschwimmen gekauft, sondern drei Modelle zum Vergleich online bestellt und dann den, der vermeintlich im Trockenen am besten passte, behalten. Einziges wirkliches Auswahlkriterium war, wie schnell ich wieder aus dem Ganzkörperkondom (im Trockenen) herauskam. Hier war auch nur die Ausrichtung des Rücken-Reißverschlusses entscheidend, also in welche Richtung sich dieser mit der Öffnungskordel öffnen lässt. Es gibt Modelle bei dem die Kordel zum Öffnen von oben nach unten gezogen werden muss und eben das genaue Gegenteil, dass man die Kordel quasi nach Oben zieht um den Reißverschluss zu öffnen. Für mich ist die Variante von oben nach unten ziehen die schnellste, bzw. das Öffnen in die andere Richtung habe ich quasi gar nicht hinbekommen. Somit hatte ich nun einen Neoprenanzug der sich vermeintlich gut und hoffentlich schnell ausziehen lässt, aber geschwommen bin ich damit zuvor noch nie.

Ich hätte den Neo sicher auch schon mal im Schwimmbad ausprobieren können, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das so in einem Teil anfühlt, aber irgendwie kam ich mir dabei doch etwas albern vor. Außerdem – gute Ausrede – ist das Chlorwasser grundsätzlich nicht besonders gut für die Haltbarkeit des Materials. Obwohl einige Sportler in meinem Schwimmverein tatsächlich mit Ihrem Neo schwimmen gegangen sind, sollte für mich die Premiere erst noch kommen. Eine gute Gelegenheit dazu war der (Kurz-)Urlaub an der Algarve in Portugal im Mai 2015. Das Wetter war schon warm genug für Strand, aber das Meer eigentlich zu kalt zum Schwimmen. Also perfekt um den Neopren unter echten Freiwasserbedingungen zu testen.


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Apr
22

Können wollen

Ich hätte nicht gedacht, wie anstrengend es sein kann, beim „richtigen“ Schwimmen angemessen Fahrt aufzunehmen. Ein richtiges Schwimmen gibt es beim Triathlon ja eigentlich nicht, da man einen beliebigen Stil schwimmen kann, aber ich hatte mir auf die Fahne geschrieben doch mit der effektivsten und effizientesten Technik Kraul an den Start zu gehen. Dass ich die Kraultechnik nicht beherrschte wusste ja schon, als ich mit dem Schwimmtraining angefangen hatte, aber das es so lange dauern würde, bis ich die „lächerliche“ Strecke von 500 m in akzeptabler Zeit und nicht zu großen Kraftanstrengungen hinter mich bringen würde, hätte ich nicht vermutet. Immerhin war ja eine gewisse Ausdauer vorhanden, wenn ich 100 km auf dem Rad oder 20 km Laufen „problemlos“ hinter mich bringen konnte. Dagegen wirken 500 m doch wirklich lächerlich, sind sie aber offenbar nicht.

Alleine die Koordination der verschiedenen Körperbereiche und das richtige Zusammenspiel machen die Sache ganz schön komplex. Laufen und Radfahren können die meisten ja schon grundsätzlich, auch wenn man hier sicher auch was an der Technik oder evtl. der Kondition optimieren kann. Aber wenn man das Kraulen als Kind/Jugendlicher nicht gelernt hat, dann ist das vermutlich so, als ob jemand der nie Radfahren beigebracht bekommen hat, dies als Erwachsener erst lernen möchte. Die richtige Wasserlage durch die richtige Körperspannung, die richtige Lage der Hüfte durch den richtigen Kraulbeinschlag und vor allem der richtige Unterwasser- und Überwasserarmzug zum Vortrieb, müssen zeitlich richtig angewendet werden. Nebenbei darf man natürlich auch das Atmen nicht vergessen, da der Kopf für die richtige Wasserlage die meiste Zeit unter Wasser liegt.


Trainingsplan
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Okt
13

Fifty Shades of Grey

Der geneigte Leser wird sich fragen, was ihm diese Überschrift sagen soll. Erfahrungsgemäß erkennt man Triathleten im Schwimmbad immer ganz gut an dem Trainingsrucksack voller Trainingstools. Während der gemeine Schwimmer vielleicht nur seine Badehose/Badeanzug und ein Pullkick (moderne Form des Schwimmbretts aus der Grundschule) hat, haben angehende Triathleten das ganze Arsenal von Pullboy, Schwimmbrett, Paddles in verschiedenen Größen, Schnorchel, Fußfessel und vieles mehr beim Training dabei. Ob das alles immer richtig angewendet wird, lassen wir mal dahingestellt. So werden die Paddles vordergründig zum Kraftgewinn beim Unterwasserarmzug-Training verwendet, auch wenn diese mindestens zu 50% für das Erlernen des richtigen Armzuges Verwendung finden sollten.

Mein Trainer hat jedoch noch ein ganz tolles Schwimmtool, das ich so sonst noch nicht gesehen habe. Die Finis Forearm Fulcrum Armhalter Paddles sind Plastikachten, die über den Unterarm und das Handgelenk geschoben werden und durch die richtige Armhaltung (und eben nicht durch Festhalten mit den Händen) sicherstellen sollen, dass der Unterwasserzug effizienter wird. Der Hersteller beschreibt es folgenermaßen: "Mit dem Forearm Fulcrum von Finis wird die richtige Armhaltung beim Freistilschwimmen erzwungen. Damit lässt sich der Trainingserfolg verbessern ohne das von außen ein Trainer die Haltung kontrollieren muss." Mein Trainer hat mir immer wieder mit seinen fifty shades of grey Fesseln gedroht, wenn ich nach einer gewissen Zeit des Trainings wieder die falsche und vermeidlich bequemere Armhaltung beim Unterwasserzug versucht habe. Dieser Begriff hat sich eingeprägt und daher muss ich den Artikel so nennen.


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