Die andere Seite der Macht

Die andere Seite der Macht

Eigentlich wollte ich ja schon in diesem Jahr meinen ersten Triathlon in Angriff nehmen. Da ich aber insbesondere beim Schwimmen (wer hätte gedacht, dass 500m Kraulen so anstrengend sein kann?) noch deutliche Defizite hatte, habe ich mal auf meinen Körper gehört und mich dann doch nicht bei einem der letzten Triathlons im Jahr 2015 angemeldet. Alternativ dazu wollte ich aber dann trotzdem mal etwas mehr Triathlon Luft schnuppern, als man das als reiner Besucher machen kann. Mitten drin, statt nur dabei, sozusagen. Ein Job als Helfer bei einer Olympischen Distanz sollte dann mehr Triathlon-Feeling vermittelt, ohne dass man gleich die Strecke selber absolvieren muss und man ist deutlich näher an den Athleten dran, ohne dass man am Ende des Tages schmerzende Sportler-Füße und literweise Schweiß vergossen hat.

Somit galt es, einen geeigneten Triathlon zu finden, der noch Helfer sucht und - da ich diesbezüglich etwas faul war - noch relativ einfach für mich zu erreichen war. Gesagt getan, der LAGO Beach Triathlon in Zülpich hat noch händeringend Helfer für die Strong-Distanz (Olympische Distanz) gesucht und die E-Mail mit meinem Angebot war schnell verschickt. Auch wenn wegen eines technischen Problems die Antwort etwas auf sich warten ließ, war ich dann doch ziemlich schnell als Helfer zur Absicherung der Radstrecke engagiert.

ZlpichnahAm Wettkampftag gab es dann erst einmal ein Helfer-Shirt und Warnweste, die einen tagsüber als solchen auszeichnet sowie weiteres Equipment zur Auszeichnung der Absperrung und Streckensicherung. Danach gab es eine kurze Einweisung durch den Orga-Leiter in die jeweiligen Aufgaben und Zuweisung zu dem „persönlichen“ Streckenabschnitt, damit die Sportler alle wohlbehalten und sicher ihren Wettkampf bestreiten können. Im Anschluss hat sich jeder Helfer an die für Ihn zugewiesene Position begeben und auf die herannahenden Sportler gewartet. Teilweise war schon viel Überzeugungskraft notwendig, um die teilweise frustrierten Autofahrer zum Umdrehen zu bewegen, da sie schon zum x-ten Mal von einem Streckenposten in eine andere Richtung geschickt wurden. Aber ein Auto auf der Rennstrecke wäre für die Sicherheit nicht wirklich förderlich gewesen.

Anekdote am Rand, die man so sicher nur als Helfer mitbekommt: für die Olympische Distanz war die Radstrecke zwei Mal zu umfahren, um auf die geforderte Streckenlänge zu kommen. An meinem Sicherungsposten kam nach kurzer Zeit ein Athlet vorbei, der siegessicher die Hände nach oben streckte und laut verkündete, dass er bereits auf der zweiten Runde sei, obwohl der Besenwagen mit dem letzten Radfahrer der ersten Runde noch lange nicht vorbei war!

Statt der ausstehenden Aufwandsentschädigung für Helfer, habe ich mich für den Freistart im nächsten Jahr entschieden. Zugzwang ist eine gute Motivationshilfe :-) Auf Zülpich 2016!

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