Gerade im Hinblick auf die auch gesetzlich verankerte Informationssicherheit, sind Unternehmen ebenso aus wettbewerbs und wirtschaftlichen Interessen daran gehalten die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität Ihrer Daten jederzeit sicherzustellen. Wie bereits im Blog Eintrag „Datensicherheit und ByoD“ dargestellt ist dieses Thema im Besonderen bei aktuellen Bring your own Device initiative nur mit einigen Hürden umsetzbar. Vor den aktuellen Überwachungsskandalen PRISM (und weiterer) der NSA hat eine Google-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg jetzt bestätigte, dass das Unternehmen der Implementierung von umfangreichen Programmbestandteilen, die von Programmieren der NSA stammen, vorbehaltslos zugestimmt habe. Der vollständige Code für das mobile Betriebssystem und Listen von weiteren Entwicklern seien jederzeit unter source.android.com öffentlich und könnten von jedem jederzeit eingesehen werden.
Eine Sicherheitsfunktion ersetzt keine Systempflege. Bewerten Sie eine technische Schutzfunktion zusammen mit Updateversorgung, Gerätekonfiguration und dem tatsächlich eingesetzten Anwendungssatz. Notieren Sie, welche Bedrohung sie begrenzt und welche Risiken bestehen bleiben. Aus der Herkunft eines einzelnen Codebeitrags lässt sich weder die Sicherheit noch die Unsicherheit des gesamten Systems ableiten.
{tmamazon asin="B0HCK3HKX1" layout="mini" align="left" label="ISO27001 – Alles was man wissen muss" text="Eine umfassende Auseinandersetzung mit ISO/IEC 27001 und ihrem Einsatz zur systematischen Informationssicherheitssteuerung. Im Vordergrund stehen ein wirksames ISMS, die Zuordnung von Verantwortung und belastbare Nachweise." shorttext="Eine umfassende Auseinandersetzung mit ISO/IEC 27001 und ihrem Einsatz zur systematischen Informationssicherheitssteuerung." image="images/mg-publikationen/cover/buch-iso27001-alles-was-man-wissen-muss-system-nachweis-wirksamkeit.jpg" book="1" note="Von Dr. Markus Groß" price="0" rating="0" count="0" features="0" disclosure="1"}
Dies ist insbesondere vor der kontinuierlichen Verbreitung von Smartphones und Tablets mit dem Android Betriebssystem bedenklich (Link). Moderne Smartphones wissen somit jederzeit, wo der Besitzer sich aufhält, mit wem er sich unterhält (telefonisch, per Messenger oder E-Mail) und welche sonstigen Interessen (Internet und Apps) er hat (Link). Google hat angeblich der Eingliederung von NSA-Code in sein Open-Source Android-Projekt bereits im Jahr 2011 zugestimmt. und zugesichert den von der NSA erstellten Code auch in zukünftige Versionen des Betriebssystems zu integrieren. Nach Angaben einer NSA-Sprecherin handelt es sich bei den von Geheimdienstmitarbeitern erstellten Programmteilen jedoch lediglich um „Sicherheitsverbesserungen“ von Android. Wem diese Sicherheit letztlich nützt, den Nutzern der Smartphones oder der NSA beim Zugriff auf diese, wurde nicht gesagt.
Somit sollte bei der IT- und Firmenstrategie sehr genau überlegt werden, welche Geräte man im Rahmen BYOD im Unternehmen zulassen will. Ob sich das ganze jedoch nur auf die Android Plattform beschränkt ist jedoch nicht gesagt. Das als "Security Enhancement for Android" bekannte NSA-Projekt ist somit ein Ableger des bereits seit Jahrzehnt laufenden NSA-Initiative "Security-Enhanced Linux". Der Code aus diesem Projekt wurde bereits seit viele Jahren in die Open-Source-Software Linux integriert
Weiterführend Informationen finden sich in dem Bloomberg Interview.