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Resilienz-Evidenz: Wie Sie Belege so strukturieren, dass Revision nicht nachfragen muss

Resilienz-Evidenz: Wie Sie Belege so strukturieren, dass Revision nicht nachfragen muss

Resilienz ist im Alltag oft sichtbar, lange bevor sie dokumentiert ist. Teams reagieren auf Störungen, stabilisieren Systeme, klären Ursachen, steuern Dienstleister, passen Abläufe an. Operativ passiert viel. Und trotzdem kommt in Revisionen oder Prüfungen sehr häufig dieselbe Rückfrage: „Können Sie mir das bitte nachvollziehbar zeigen?“ Nicht, weil niemand glaubt, dass gearbeitet wurde. Sondern weil die Spur fehlt, die Entscheidung, Umsetzung und Ergebnis als Paket zusammenhält.

Genau hier liegt der Kern von Resilienz-Evidenz. Belege sind selten „nicht vorhanden“. Sie sind nur verteilt: Tickets, Chatverläufe, E-Mails, Logs, Monitoring-Dashboards, Meeting-Notizen, Provider-Statusmeldungen, Change-Freigaben, Testprotokolle, Maßnahmenlisten. Im Alltag reicht das oft, weil die Beteiligten den Kontext kennen. Revision darf Kontext nicht erraten. Revision muss aus Dokumenten und Artefakten nachvollziehen können, was passiert ist, warum es passiert ist, wer entschieden hat und was daraus folgte. Und sie muss das ohne Expedition durch fünf Systeme können.


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DORA in der Praxis: 10 Stolperfallen, die erst im Audit sichtbar werden

DORA in der Praxis: 10 Stolperfallen, die erst im Audit sichtbar werden

DORA klingt auf dem Papier oft klar: Risiken rund um digitale Dienstleistungen beherrschbar machen, Ausfälle reduzieren, Nachweise liefern. In der Umsetzung zeigt sich aber ein Muster, das ich in Projekten immer wieder sehe: Im Alltag wirkt vieles „irgendwie geregelt“ – bis ein Audit oder eine Prüfung fragt: Wo ist das belastbar belegt? Dann tauchen Lücken auf, die vorher niemand auf dem Radar hatte.

Dieser Beitrag ist bewusst praktisch gehalten. Er beschreibt zehn typische Stolperfallen, die meist erst dann schmerzhaft werden, wenn jemand von außen den Finger in die Wunde legt – Revision, Prüfer, Aufsicht, Kunden oder ein großer Dienstleister im Vertragsgespräch. Zu jeder Stolperfalle finden Sie: ein kurzes Erkennungszeichen, warum das passiert, und was Sie konkret tun können, ohne das Unternehmen mit zusätzlichen Programmen zu überfrachten.


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Von Risiko zu Resilienz: Wie TPRM unter DORA neu gedacht wird

Von Risiko zu Resilienz: Wie TPRM unter DORA neu gedacht wird

Third-Party-Risk-Management (TPRM) galt lange als Pflichtfach: Fragebogen verschicken, Zertifikate einsammeln, Auditberichte abheften – fertig. Spätestens mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) ist dieses Verständnis Geschichte. TPRM wird vom statischen Kontrollpunkt zum dynamischen Kern der digitalen Widerstandsfähigkeit. Nicht mehr das „Ob“ einer Maßnahme zählt, sondern das „Hält es im Ernstfall?“. Governance rückt damit näher an den operativen Puls; Lieferantenbeziehungen werden zu gemeinsam verantworteten Resilienz-Systemen – gemessen, getestet, nachweisbar.

Dieser Beitrag zeigt, wie sich TPRM unter DORA grundlegend verschiebt: weg von Dokumentation, hin zu belastbarer Operations-Resilienz. Er ordnet die neuen Erwartungen, skizziert ein modernes Operating Model, gibt konkrete Leitplanken für Verträge, Technik und Monitoring – und benennt Anti-Patterns, die heute noch zu häufig zu sehen sind.


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CRA in 10 Minuten: So retten Sie Ihre Produkte vor Bußgeldern, Rückrufen und Shitstorms

CRA in 10 Minuten: So retten Sie Ihre Produkte vor Bußgeldern, Rückrufen und Shitstorms

Der Cyber Resilience Act (CRA) ist kein weiteres Papiermonster, das man in einer stillen Stunde „irgendwann“ abarbeitet. Er ist die neue Realität für jedes vernetzte Produkt, jede Software, jeden Smart-Dienst: Ohne systematische Cybersicherheit kein Marktzugang. Punkt. Die gute Nachricht: Wer die richtigen Stellhebel kennt, kann in erstaunlich kurzer Zeit aus lose verteilten Sicherheitsinitiativen ein belastbares System formen – belastbar genug, um Prüfern standzuhalten, Kunden zu beruhigen und Krisen kommunikativ zu überleben.

Dieser Text ist Ihr 10-Minuten-Plan. Kein juristisches Gutachten, sondern eine handfeste, operativ gedachte Anleitung. Zehn Minuten Lektüre, zehn zentrale Schritte – und Sie wissen, wo Sie stehen, was fehlt und wie Sie jetzt zügig (und glaubwürdig) auf CRA-Kurs kommen.


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CRA in 7 Minuten: Der Survival-Guide für Produktteams – ohne Juristendeutsch, mit konkreten To-dos

CRA in 7 Minuten: Der Survival-Guide für Produktteams – ohne Juristendeutsch, mit konkreten To-dos

Der Cyber Resilience Act (CRA) ist die EU-Regel, die aus „nice to have Security“ eine Marktzulassungsbedingung macht. Er betrifft praktisch alle Produkte mit digitalen Elementen – vom smarten Thermostat über Industriesteuerungen bis zur Desktop-App. Und er ändert, wie Sie planen, bauen, ausliefern und pflegen. Hier ist der verständliche, praxisnahe Überblick: Was verlangt der CRA? Wen trifft er? Was müssen Sie jetzt umstellen, damit Features morgen nicht zu Haftung werden?

1) Der CRA in einem Satz

Der CRA verpflichtet Hersteller, Importeure und Händler, cybersichere Produkte zu entwickeln, Sicherheitsrisiken über den gesamten Lebenszyklus zu managen, Schwachstellen zügig zu beheben, Updates bereitzustellen und das alles nachweisbar zu dokumentieren – sonst drohen Bußgelder, Vertriebsstopps und Rückrufe.


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