

Daten waren lange das stille Versprechen der Digitalisierung: mehr Wissen, bessere Entscheidungen, neue Geschäftsmodelle. Heute sind sie zugleich größter Hebel und größtes Haftungsfeld. Zwischen Datenschutz, Compliance und aggressivem Einsatz von KI spannt sich ein Raum, in dem Chancen und Risiken stündlich neu verteilt werden. Governance, die hier wirksam sein soll, muss zwei Dinge gleichzeitig leisten: Vertrauen sichern – gegenüber Kunden, Aufs
Lange war C5 der pragmatische Schlüssel, um mit Hyperscalern auf Augenhöhe zu sprechen: klare Kontrollziele, nachvollziehbare Prüfberichte, eine Sprache, die Entwicklung, Betrieb, Einkauf, Recht und Revision zusammenbringt. Mit DORA – dem Digital Operational Resilience Act – verschiebt sich der Rahmen. Was zuvor „Best Practice“ oder „kundenseitige Due Diligence“ war, wird nun aufsichtliche Erwartung: belastbare Nachweise, risikobasierte Steuerung
Der Digital Operational Resilience Act (DORA) ist mehr als nur ein weiteres EU-Regelwerk. Er ist ein Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie Finanzunternehmen und ihre Dienstleister digitale Resilienz verstehen und umsetzen müssen. Mit dem Stichtag 17. Januar 2025 rückt die Frist für die vollständige Umsetzung näher, und in vielen Organisationen ist die Erkenntnis gereift: Wer jetzt nicht mit einem strukturierten Fahrplan startet, wird später
Wer sich mit Informationssicherheit beschäftigt, stößt früher oder später auf die Rolle des Informationssicherheitsbeauftragten (ISB). In vielen Unternehmen ist diese Position gesetzlich oder regulatorisch vorgeschrieben, in anderen wird sie freiwillig geschaffen, um dem Thema einen festen Platz zu geben. Der ISB ist dabei ein merkwürdiges Zwitterwesen: Er ist weder reiner Technikexperte noch bloßer Verwalter von Richtlinien. Er ist Übersetzer zw
Die neue NIS2-Richtlinie gilt als Meilenstein in der europäischen Cybersicherheitsgesetzgebung. Sie weitet den Anwendungsbereich deutlich aus, erhöht die Anforderungen und sieht spürbare Sanktionen vor. Für viele Unternehmen ist NIS2 jedoch nicht nur eine regulatorische Vorgabe, sondern auch eine ernsthafte organisatorische und technische Herausforderung. Denn zwischen dem Verständnis der Richtlinie und ihrer praktischen Umsetzung liegen oft Welt
In der Welt der Informationssicherheit gibt es ein Prinzip, das so grundlegend ist, dass es in fast jedem Lehrbuch, in jeder Norm und in jeder Schulung vorkommt. Es besteht aus drei scheinbar einfachen Begriffen: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Diese „drei magischen Worte“ sind mehr als nur Fachvokabular – sie sind das Fundament, auf dem jede Sicherheitsstrategie aufbaut. Wer sie versteht, begreift, was Informationssicherheit im Ke
Es gibt eine stille Revolution in Governance, Risk & Compliance (GRC). Sie steht nicht auf Folien, sie hängt nicht an Stichtagen, sie produziert keine Papierstapel. Sie läuft im Hintergrund – als permanenter, ereignisgetriebener Takt aus Regeln, Sensoren, Ereignissen und Nachweisen. Automatisierte Compliance bedeutet nicht, dass „die Maschine Verantwortung übernimmt“. Sie bedeutet, dass Regeln ausführbar werden, Kontrollen ständig laufen, Abw
Digitale Resilienz ist in den letzten Jahren zu einem festen Begriff in der Finanzwelt geworden. Unternehmen sprechen darüber in Strategiepapieren, Beratungsfirmen verwenden ihn in Hochglanzpräsentationen, und auch Regulierungsbehörden betonen immer wieder seine Bedeutung. Doch während Resilienz lange Zeit vor allem als gutes Ziel galt – als eine Art Leitlinie, an der man sich orientieren konnte – hat sich die Situation mit dem Digital Operationa
Wenn über Informationssicherheit gesprochen wird, fällt ein Name fast immer: ISO 27001. Für viele klingt es nach einem dieser kryptischen Kürzel, die nur Berater, Auditoren und IT-Abteilungen verstehen. Manche halten es für eine rein formale Zertifizierung, eine Pflichtübung, um Kunden oder Aufsichtsbehörden zufriedenzustellen. Doch hinter der nüchternen Bezeichnung steckt weit mehr: ISO 27001 ist ein weltweit anerkannter Standard, der den Rahmen
Am Tag, an dem DORA anwendbar wurde, endete kein Projekt – es begann ein Dauerzustand. Kaum irgendwo wird das deutlicher als bei der Resilienz von Drittparteien. Die Jahre zuvor hatten viele Häuser in Fragebögen, Vertragsanhängen und Zertifikaten einen hinreichenden Nachweis gesehen, dass ihre Auslagerungen „unter Kontrolle“ seien. Heute weiß jeder, der operative Verantwortung trägt: Kontrolle beginnt nicht im PDF, sondern im Betrieb. Sie beginnt
