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Kontrollwirksamkeit messen: Warum viele GRC-Dashboards falsch abbiegen

Kontrollwirksamkeit messen: Warum viele GRC-Dashboards falsch abbiegen

Kontrollwirksamkeit klingt nach etwas, das man „einfach messen“ müsste: Kontrolle definiert, Kontrolle durchgeführt, fertig. Viele Dashboards funktionieren genau nach dieser Logik. Sie zeigen Quoten: wie viele Kontrollen wurden ausgeführt, wie viele waren „ok“, wie viele Maßnahmen sind offen. Und trotzdem bleibt bei Führung und Prüfern oft ein ungutes Gefühl: Das sieht nach Aktivität aus, aber es sagt nicht zuverlässig, ob das Unternehmen tatsächlich stabiler und sicherer geworden ist. Genau hier biegen viele GRC-Dashboards falsch ab. Sie messen vor allem, dass etwas passiert – nicht, dass es wirkt.

Das ist kein akademischer Einwand. Es ist ein praktisches Problem, weil falsche Messlogik zu falscher Steuerung führt. Wenn Sie „Erfüllung“ reporten, optimieren Teams auf Erfüllung. Wenn Sie „Wirksamkeit“ reporten, optimieren Teams auf Wirksamkeit. Das klingt trivial, ist aber einer der größten Hebel in GRC. Denn Kennzahlen verändern Verhalten. Und wenn Kennzahlen das falsche Verhalten fördern, wird GRC mit jeder Ausbaustufe schwerer – ohne dass die Risikolage spürbar sinkt.


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GRC-KPIs, die Führung versteht: Von „Kontrollen“ zu „Steuerungsimpulsen“

GRC-KPIs, die Führung versteht: Von „Kontrollen“ zu „Steuerungsimpulsen“

GRC-KPIs sind in vielen Unternehmen ein Dauerbrenner – und trotzdem bleibt ein unangenehmes Gefühl: Wir messen viel, aber es verändert zu wenig. Es gibt Dashboards, Ampeln, Kontrollquoten, Reifegradwerte, Audit-Feststellungen, Maßnahmenlisten. Und dennoch fragen Führungskräfte irgendwann (zu Recht): „Was soll ich damit konkret entscheiden?“ Spätestens an diesem Punkt wird sichtbar, ob KPI-Reporting eine reine „Pflichtlage“ ist oder ein echtes Steuerungsinstrument.

Der Kern des Problems liegt selten in fehlenden Daten. Er liegt in der Logik dahinter. Viele GRC-KPIs sind so gebaut, dass sie zeigen, ob etwas existiert oder ob etwas erledigt wurde. Das ist nicht wertlos – aber es ist nur die erste Stufe. Führung braucht nicht primär ein Bild davon, dass Kontrollen „irgendwie laufen“. Führung braucht ein Bild davon, wo das Unternehmen gerade verwundbar ist, was die wahrscheinlichsten Ausfall- oder Schadensszenarien sind und welche Entscheidungen die Situation spürbar verbessern. Genau an dieser Stelle kippt das Reporting häufig: Es ist entweder zu technisch, zu detailliert oder zu sehr auf „Kontroll-Abarbeitung“ fokussiert. Dann wird es zwar geliefert, aber nicht genutzt.


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