Resilienz ist im Alltag oft sichtbar, lange bevor sie dokumentiert ist. Teams reagieren auf Störungen, stabilisieren Systeme, klären Ursachen, steuern Dienstleister, passen Abläufe an. Operativ passiert viel. Und trotzdem kommt in Revisionen oder Prüfungen sehr häufig dieselbe Rückfrage: „Können Sie mir das bitte nachvollziehbar zeigen?“ Nicht, weil niemand glaubt, dass gearbeitet wurde. Sondern weil die Spur fehlt, die Entscheidung, Umsetzung und Ergebnis als Paket zusammenhält.
Genau hier liegt der Kern von Resilienz-Evidenz. Belege sind selten „nicht vorhanden“. Sie sind nur verteilt: Tickets, Chatverläufe, E-Mails, Logs, Monitoring-Dashboards, Meeting-Notizen, Provider-Statusmeldungen, Change-Freigaben, Testprotokolle, Maßnahmenlisten. Im Alltag reicht das oft, weil die Beteiligten den Kontext kennen. Revision darf Kontext nicht erraten. Revision muss aus Dokumenten und Artefakten nachvollziehen können, was passiert ist, warum es passiert ist, wer entschieden hat und was daraus folgte. Und sie muss das ohne Expedition durch fünf Systeme können.

