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Resilienz-Evidenz: Wie Sie Belege so strukturieren, dass Revision nicht nachfragen muss

Resilienz-Evidenz: Wie Sie Belege so strukturieren, dass Revision nicht nachfragen muss

Resilienz ist im Alltag oft sichtbar, lange bevor sie dokumentiert ist. Teams reagieren auf Störungen, stabilisieren Systeme, klären Ursachen, steuern Dienstleister, passen Abläufe an. Operativ passiert viel. Und trotzdem kommt in Revisionen oder Prüfungen sehr häufig dieselbe Rückfrage: „Können Sie mir das bitte nachvollziehbar zeigen?“ Nicht, weil niemand glaubt, dass gearbeitet wurde. Sondern weil die Spur fehlt, die Entscheidung, Umsetzung und Ergebnis als Paket zusammenhält.

Genau hier liegt der Kern von Resilienz-Evidenz. Belege sind selten „nicht vorhanden“. Sie sind nur verteilt: Tickets, Chatverläufe, E-Mails, Logs, Monitoring-Dashboards, Meeting-Notizen, Provider-Statusmeldungen, Change-Freigaben, Testprotokolle, Maßnahmenlisten. Im Alltag reicht das oft, weil die Beteiligten den Kontext kennen. Revision darf Kontext nicht erraten. Revision muss aus Dokumenten und Artefakten nachvollziehen können, was passiert ist, warum es passiert ist, wer entschieden hat und was daraus folgte. Und sie muss das ohne Expedition durch fünf Systeme können.


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NIS2-Nachweispflichten: Welche Artefakte wirklich zählen – und welche nicht

NIS2-Nachweispflichten: Welche Artefakte wirklich zählen – und welche nicht

NIS2 wird in vielen Unternehmen gerade mit hohem Tempo umgesetzt. Das ist verständlich: Die Erwartungshaltung ist groß, der Druck ist real, und niemand möchte in eine Situation kommen, in der man im Ernstfall oder in einer Prüfung erklären muss, warum etwas „noch nicht fertig“ ist. Genau hier entsteht aber ein typisches Nebenproblem, das ich in der Praxis immer wieder sehe: Nachweise werden zu früh als „Dokumentationsprojekt“ verstanden. Dann wächst die Menge an Artefakten schnell – aber die Prüfbarkeit wird nicht automatisch besser. Im Gegenteil: Wenn zu viele Dinge als Nachweis gelten sollen, wird es unklar, was wirklich zählt. Und Unklarheit ist im Audit der schnellste Weg zu Nachforderungen.

Dieser Artikel hilft Ihnen, die NIS2-Nachweispflichten pragmatisch zu sortieren. Nicht nach dem Motto „möglichst viel sammeln“, sondern nach dem Prinzip: Welche Artefakte belegen im Zweifel wirklich, dass Ihr Betrieb sicher und handlungsfähig ist? Und welche Artefakte sehen zwar ordentlich aus, bringen Ihnen aber wenig, weil sie weder Entscheidungen stützen noch die Umsetzung im Alltag nachvollziehbar machen?


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DORA-Evidenz statt DORA-PowerPoint: Wie Nachweise endlich prüfbar werden

DORA-Evidenz statt DORA-PowerPoint: Wie Nachweise endlich prüfbar werden

Der Moment, in dem DORA plötzlich „real“ wird, ist selten das Kick-off, selten das erste Requirements-Dokument und auch nicht die hundertste Folie. Real wird DORA meistens dann, wenn jemand fragt: „Zeigen Sie mir das bitte.“ Nicht: „Erklären Sie mir, wie Sie es machen.“ Nicht: „Schicken Sie mir Ihr Konzept.“ Sondern: „Zeigen Sie mir konkret den Nachweis, dass es im Betrieb funktioniert.“

Genau hier trennt sich in der Praxis die Spreu vom Weizen. Viele Organisationen haben nach ein paar Monaten DORA-Projektlaufzeit sehr ordentliche Unterlagen: Policy-Stacks, Prozessbeschreibungen, Rollenmodelle, Gremienstrukturen, Kontrolldatenbanken. Und trotzdem entsteht im Audit Stress. Warum? Weil Prüfer nicht auf der Suche nach „viel Material“ sind, sondern nach einer belastbaren Spur: Entscheidung → Umsetzung → überprüfbarer Nachweis. Wenn diese Spur nicht klar und schnell auffindbar ist, wirkt selbst gute Arbeit plötzlich unfertig.


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